In Norwegen werden die Baukosten für Straßen, Brücken und Tunnel durch Mauterhebung finanziert. AutoPASS ist das norwegische System der Mauterhebung.

Die meisten Mautstationen sind vollautomatisiert. Die Mauterhebung findet im fließenden Verkehr statt. 

Mit der Straßenbaufinanzierung über Mauteinnahmen wird der beschleunigte Ausbau der Straßeninfrastruktur bezweckt. Auch andere Vorhaben können auf diesem Wege finanziert werden, so etwa der öffentliche Nahverkehr in den Städten.

Im Jahr 2018 gab es 62 unterschiedliche Mautprojekte, die Einnahmen von 251 Mautstationen mit insgesamt 500 Einnahmestellen erzielten. Zusätzlich hatte man Einnahmen von 7 Fährstrecken.

Alle Mautstraßen in Norwegen gehören zu einer Mautgesellschaft, die für die Finanzierung des Straßenprojektes verantwortlich ist. Das Recht zur Mauterhebung basiert auf dem Abschluss eines Mautvertrags zwischen der Mautgesellschaft und dem norwegischen Verkehrsministerium.

Die Staatliche Norwegische Straßenverwaltung hat die ausübende Gewalt im Namen von Staat und Parlament. Die Mauterhebung wird auf der Grundlage eines Vertragswerks zwischen Staatlicher Norwegischer Straßenverwaltung, Mautgesellschaft, Betreiber und Kunde geregelt und verwaltet.

Die Festsetzung der technischen Anforderungen an das AutoPASS-System erfolgt durch die Staatliche Norwegische Straßenverwaltung.