In Norwegen werden die Baukosten für Straßen, Brücken und Tunnel durch Mauterhebung finanziert. AutoPASS ist das norwegische System der Mauterhebung, dessen Eigentümerin Statens vegvesen [die Staatliche norwegische Straßenverwaltung] ist.

Die meisten Mautstationen sind vollautomatisiert. Die Mauterhebung findet im fließenden Verkehr statt. Mit einem gültigen AutoPASS-Vertrag gewähren Ihnen der Mautbetreiber, mit dem Sie die den Vertrag schließen, und die meisten anderen Mautbetreiber einen Rabatt.

Mit der Straßenbaufinanzierung über Mauteinnahmen wird der beschleunigte Ausbau der Straßeninfrastruktur bezweckt. Auch andere Vorhaben können auf diesem Wege finanziert werden, so etwa der öffentliche Nahverkehr in den Städten.

Derzeit gibt es landesweit ungefähr 70 mautfinanzierte Baustellen mit 190 Mautstationen. Davon sind rund 55 Projekte in Betrieb, während der Rest noch nicht in Gang gesetzt ist bzw. gerade abgewickelt wird.

Alle Mautstationen in Norwegen gehören zu einer Mautgesellschaft, die für die Finanzierung des Straßenprojekts verantwortlich ist. Die einzelnen Mautgesellschaften sind auf der Grundlage eines Mautvertrags, der mit Statens vegvesen [die Staatliche norwegische Straßenverwaltung] abgeschlossen wurde, zum Eintreiben der Maut berechtigt.

Statens vegvesen [die Staatliche norwegische Straßenverwaltung] ist ausübende Behörde im Auftrag von Staat und Stortinget. Das Eintreiben der Maut wird auf der Grundlage eines Vertragswerks zwischen Statens vegvesen, Mautgesellschaft, Betreiber und Kunde geregelt und verwaltet.

Statens vegvesen [die Staatliche norwegische Straßenverwaltung] ist Eigentümer des AutoPASS-Systems, d.h. der technischen Spezifikation, der Chips und sämtlicher Ausrüstung in den Mautstationen.